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Angina Pectoris
Was ist Angina pectoris (AP)?

Angina pectoris (auch Stenokardie genannt) bezeichnet einen Schmerz des Herzens, der anfallsartig verläuft und dessen Auslöser eine Durchblutungsstörung des Herzens ist. Die Anfälle dauern Sekunden bis zu Minuten. Ursachen für Angina pectoris können sowohl physische als auch psychische Belastung sein. Als Risikofaktoren für Verengungen von Herzkranzgefäßen und daraus resultierende Durchblutungsstörungen gelten u. a. fettreiche und vitaminarme Ernährung – was Übergewicht und hohe Cholesterinwerte zur Folge hat – sowie z. B. Bewegungsmangel, Nikotinkonsum, Bluthochdruck und erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus. Männer tragen im Vergleich zu Frauen ein erhöhtes Risiko.

Diagnose Angina Pectoris

Nach einem ersten Anamnesegespräch, bei dem der Arzt sich über die Beschwerden des Patienten erkundigt, werden weitere Diagnoseverfahren eingesetzt, u. a. um die Angina pectoris von möglichen anderen Erkrankungen abzugrenzen. Dazu können ein EKG, ein Ultraschall des Herzens oder eine Myokardszintigrafie gehören. Darüber hinaus werden die Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie der Blutdruck kontrolliert. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Angina pectoris, kann diese in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Bei einem leichteren Schweregrad kommt es meist nur in Verbindung mit körperlicher Anstrengung zu Symptomen, während die Beschwerden bei einem höheren Schweregrad auch im Ruhezustand auftreten können.

Therapie Angina Pectoris

Die Therapie der Angina pectoris richtet sich nach dem individuellen Erkrankungsbild des Patienten. Zur schnellen Linderung der Beschwerden werden Nitrosprays eingesetzt. Eine medikamentöse Behandlung sollte immer erfolgen. Zusätzlich können perkutane koronarinterventionen oder operative Behandungen in Frage kommen. Bei der medikamentösen Therapie kommen u. a. sog. Nitrosprays zum Einsatz, die die Herzgefäße erweitern und für eine bessere Sauerstoffversorgung des Herzens sorgen sollen. Auch Acetylsalicylsäure, Statine, lang wirksame Nitrate sowie Beta- und Kalziumblocker können vom Arzt verordnet werden, um das Herz zu entlasten. Bei einer starken Verengung der Gefäße kann u. U. nur eine Wiedereröffnung des Gefäßes helfen. Hier wird der Arzt in der Regel eine perkutane Koronarintervention oder eine Bypass-Operation vorschlagen.

Um einer Angina pectoris generell vorzubeugen sollte man einen möglichst gesunden Lebensstil verfolgen. Dazu gehören u. a. die Vermeidung von Stressfaktoren, eine ausgewogene Ernährung, die Reduzierung von Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin. Darüber hinaus sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Arzt erfolgen.

Bei einem akuten Anfall eignen sich in der Regel Nitrosprays, da der enthaltene Wirkstoff Glyceroltrinitrat schnell vom Körper aufgenommen wird. Auch zur Vorbeugung vor absehbarer körperlicher Anstrengung oder Stresssituationen können Nitrosprays angewendet werden um so eine mögliche Verengung des Herzens zu verhindern.

Was ist Angina pectoris (AP)?

In Bezug auf die Situation, in der die Anfälle auftreten, kann man zwischen der Ruhe-AP und der Belastungs-AP unterscheiden, wobei die Ruhe-AP eine akute Infarktgefahr beinhaltet. Man unterscheidet verschiedene Formen der Angina pectoris, worunter die häufigsten die sog. stabile und die instabile Angina pectoris sind. Daneben gibt es weitere Formen der Angina pectoris wie die Prinzmetal-Angina.

Stabile Angina pectoris

Bezeichnend für die sog. stabile Angina pectoris ist es, dass das Auftreten der Symptome bzw. der Schmerzen immer gleich ist. Die Anfälle, die bei körperlicher Belastung auftreten, können mit Maßnahmen wie einer körperlichen Schonung und der Einnahme von Medikamenten vermindert werden.

Instabile Angina pectoris

Tritt die Angina pectoris zum ersten Mal oder in Ruhe auf, spricht man von einer instabilen Angina pectoris. Ebenso wird diese Bezeichnung verwendet, wenn die Häufigkeit und die Dauer der Anfälle sowie die Stärke der Schmerzen bei nicht ausreichender Medikamentenwirkung zunehmen. Die zugrunde liegende Krankheit der instabilen Angina pectoris ist häufig die Koronare Herzkrankheit (erkrankte Herzkranzgefäße mit daraus folgenden Durchblutungsstörungen). Besonders durch das erhöhte Herzinfarktrisiko ist es bei der instabilen Angina pectoris von großer Wichtigkeit, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Unterart der instabilen Angina pectoris ist die sog. Angina decubitus, die auch unter dem Namen Angina nocturna bekannt ist. Die Anfälle und die begleitenden Schmerzen treten besonders nachts im Ruhezustand und liegend auf.

Prinzmetal-Angina

Die Anfälle der seltenen sog. Prinzmetal-Angina (zuerst beschrieben 1959 von Myron Prinzmetal), die auch von einem erhöhten Infarktrisiko begleitet wird, treten ebenfalls oft belastungsabhänhig auf. Es verkrampfen sich die Herzkranzgefäße.

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