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Therapie Angina Pectoris
Therapie der Angina pectoris

Die Therapie der Angina pectoris richtet sich nach dem individuellen Erkrankungsbild des Patienten. Zur schnellen Linderung der Beschwerden werden Nitrosprays eingesetzt. Eine medikamentöse Behandlung sollte immer erfolgen. Zusätzlich können perkutane koronarinterventionen oder operative Behandungen in Frage kommen. Bei der medikamentösen Therapie kommen u. a. sog. Nitrosprays zum Einsatz, die die Herzgefäße erweitern und für eine bessere Sauerstoffversorgung des Herzens sorgen sollen. Auch Acetylsalicylsäure, Statine, lang wirksame Nitrate sowie Beta- und Kalziumblocker können vom Arzt verordnet werden, um das Herz zu entlasten. Bei einer starken Verengung der Gefäße kann u. U. nur eine Wiedereröffnung des Gefäßes helfen. Hier wird der Arzt in der Regel eine perkutane Koronarintervention oder eine Bypass-Operation vorschlagen.

Therapie der Angina pectoris

Je nachdem, um welche Form der Angina pectoris es sich handelt und wie schwer der Anfall war, kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Betracht. Welche davon diejenige ist, die dem Patienten den größten Nutzen für seine Gesundheit bringt, wird der Arzt unter Berücksichtigung aller individuellen Faktoren in jedem Einzelfall genau abwägen.

Medikamentöse Behandlung

Zur medikamentösen Behandlung der Angina pectoris kommen verschiedene, verschreibungspflichtige Medikamente zum Einsatz. Ziel der Therapie ist es, die Symptome schnell zu lindern und die Prognose zu verbessern.

Nitrospray

Nitrosprays sind Medikamente zur schnellen Behandlung der Angina pectoris. Sie enthalten den Wirkstoff Glyceroltrinitrat, man sagt auch Nitroglyzerin, der nach der Einnahme vom Körper sehr schnell aufgenommen und umgewandelt wird. Dabei entsteht Stickstoffmonoxid, ein körpereigener Botenstoff, der die Herzgefäße erweitert und so die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Herzens verbessert. Außerdem werden auch die Blutgefäße im Körper erweitert und das Herz dadurch entlastet. Beides zusammen lindert innerhalb von wenigen Minuten die Beschwerden.

Der Nitrospray lässt sich sowohl bei einem akuten Anfall als auch vorbeugend einnehmen. Halten die Herzschmerzen trotz der Einnahme länger als 20 bis 30 Minuten an, sollte sofort ein Notarzt verständigt werden. Er kann abklären, ob hinter den Beschwerden möglicherweise ein Herzinfarkt steckt.

Acetylsalicylsäure, Betablocker und Statine

Bei der medikamentösen Behandlung von Angina pectoris verschreibt der Arzt in der Regel auch diese Arzneistoffe: Acetylsalicylsäure, Betablocker und Statine. Die Acetylsalicylsäure, kurz ASS, verdünnt das Blut und soll unter anderem verhindern, dass sich an verkalkten Herzkranzgefäßen Blutzellen ablagern, verklumpen und so die Gefäße weiter verengen oder verstopfen. Betablocker entlasten das Herz, indem sie Stresshormone hemmen. Sie verlangsamen den Herzschlag und senken den Blutdruck. Statine helfen, hohe Blutfettwerte zu senken. Sind diese Werte dauerhaft erhöht, steigt das Risiko für eine Herzkrankheit deutlich an.

Kalziumblocker

Kalziumblocker erweitern die Blutgefäße und senken den Blutdruck. Dadurch wird das Herz entlastet.

Nitrate

Lang wirksame Nitrate wirken ähnlich wie Nitroglyzerin, haben aber eine längere Wirkdauer. Sie weiten die Gefäße und entlasten ebenfalls das Herz.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten oder z. B. Revaskularisation

Eine Operation kommt dann infrage, wenn die Gefäße derart verengt sind, dass Medikamente der Herzenge nicht ausreichend entgegenwirken können. Je nach Schwere der Verengung kommt in der Regel eines der folgenden Verfahren zum Einsatz.

Perkutane Koronarinterventionen („Herzkatheruntersuchung“)

Zunächst wird Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt. Falls man eine verengte Stelle sieht, wird ein Gefäßkatheter mit einem Ballon durch das betroffene Gefäß geschoben. An der verengten Stelle wird der Ballon mit hohem Druck aufgeblasen. Das drückt, vereinfacht gesagt, die Ablagerungen platt. Um zu verhindern, dass sich die gedehnte Stelle wieder verengt, wird häufig gleichzeitig ein sogenannter Stent gelegt. Das Röhrchen aus Metallgeflecht stützt das erweiterte Gefäß und hält es dauerhaft offen. Anschließend müssen über einen längeren Zeitraum zusätzliche blutverdünnende Medikamente eingenommen werden.

Bypass-Operation

Eine Bypass-Operation ist in der Regel notwendig, wenn der Hauptstamm der Herzkranzgefäße stark verengt ist oder alle drei großen Herzkranzgefäße betroffen sind. Der Begriff Bypass stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Umleitung“. Bei dem Eingriff legen die Ärzte, bildlich gesehen, tatsächlich für das Blut eine Umleitung zum Herzen. Es fließt dann durch eine neu geschaffene Verbindung neben der blockierten Stelle vorbei. Diese wird quasi überbrückt. Je nachdem, wie viele Gefäße verstopft sind, können bei dem Eingriff mehrere neue Verbindungen geschaffen werden. Wichtig: Der Bypass kann die Krankheit nicht heilen und auch nicht weitere Gefäßverengungen ausschließen. Deshalb ist es empfehlenswert, so viele Risikofaktoren wie möglich zu minimieren.

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Diagnose Angina Pectoris

Nach einem ersten Anamnesegespräch, bei dem der Arzt sich über die Beschwerden des Patienten erkundigt, werden weitere Diagnoseverfahren eingesetzt, u. a. um die Angina pectoris von möglichen anderen Erkrankungen abzugrenzen. Dazu können ein EKG, ein Ultraschall des Herzens oder eine Myokardszintigrafie gehören. Darüber hinaus werden die Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie der Blutdruck kontrolliert. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Angina pectoris, kann diese in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Bei einem leichteren Schweregrad kommt es meist nur in Verbindung mit körperlicher Anstrengung zu Symptomen, während die Beschwerden bei einem höheren Schweregrad auch im Ruhezustand auftreten können.

Therapie Angina Pectoris

Die Therapie der Angina pectoris richtet sich nach dem individuellen Erkrankungsbild des Patienten. Zur schnellen Linderung der Beschwerden werden Nitrosprays eingesetzt. Eine medikamentöse Behandlung sollte immer erfolgen. Zusätzlich können perkutane koronarinterventionen oder operative Behandungen in Frage kommen. Bei der medikamentösen Therapie kommen u. a. sog. Nitrosprays zum Einsatz, die die Herzgefäße erweitern und für eine bessere Sauerstoffversorgung des Herzens sorgen sollen. Auch Acetylsalicylsäure, Statine, lang wirksame Nitrate sowie Beta- und Kalziumblocker können vom Arzt verordnet werden, um das Herz zu entlasten. Bei einer starken Verengung der Gefäße kann u. U. nur eine Wiedereröffnung des Gefäßes helfen. Hier wird der Arzt in der Regel eine perkutane Koronarintervention oder eine Bypass-Operation vorschlagen.

Um einer Angina pectoris generell vorzubeugen sollte man einen möglichst gesunden Lebensstil verfolgen. Dazu gehören u. a. die Vermeidung von Stressfaktoren, eine ausgewogene Ernährung, die Reduzierung von Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin. Darüber hinaus sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Arzt erfolgen.

Bei einem akuten Anfall eignen sich in der Regel Nitrosprays, da der enthaltene Wirkstoff Glyceroltrinitrat schnell vom Körper aufgenommen wird. Auch zur Vorbeugung vor absehbarer körperlicher Anstrengung oder Stresssituationen können Nitrosprays angewendet werden um so eine mögliche Verengung des Herzens zu verhindern.