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Vorbeugen Angina Pectoris
Vorbeugen der Angina pectoris

Um einer Angina pectoris generell vorzubeugen sollte man einen möglichst gesunden Lebensstil verfolgen. Dazu gehören u. a. die Vermeidung von Stressfaktoren, eine ausgewogene Ernährung, die Reduzierung von Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin. Darüber hinaus sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Arzt erfolgen.

Bei einem akuten Anfall eignen sich in der Regel Nitrosprays, da der enthaltene Wirkstoff Glyceroltrinitrat schnell vom Körper aufgenommen wird. Auch zur Vorbeugung vor absehbarer körperlicher Anstrengung oder Stresssituationen können Nitrosprays angewendet werden um so eine mögliche Verengung des Herzens zu verhindern.

Vorbeugen der Angina pectoris

Medikamentöse Vorbeugung

Zur Vorbeugung eines Anfalls von Angina pectoris kann der Arzt einen Nitrospray verschreiben. Typische Auslöser einer Angina pectoris können körperliche Belastungen (z. B. Treppensteigen, Schneeschippen), Kälte, schweres Essen oder seelische Belastungen sein (z. B. ein aufregendes Fußballspiel ansehen). Ist eine körperliche oder starke emotionale Belastung vorhersehbar und nicht zu vermeiden, kann der Spray einige Minuten vorher entsprechend der Dosieranleitung angewendet werden – und so gegebenenfalls die Herzenge verhindern.

Dazu ist es jedoch wichtig, den Spray immer griffbereit mit sich zu führen und sich rechtzeitig einen neuen zu besorgen, falls der alte fast aufgebraucht oder nicht mehr haltbar ist. Auch Angehörige sollten wissen, wie sie den Spray im Bedarfsfall richtig einsetzen. Wichtig: Halten die Herzschmerzen trotz des Sprays länger als 20 bis 30 Minuten an, sollte sofort ein Notarzt alarmiert werden und abklären, ob es sich um einen Herzinfarkt handelt.

Gesundheitliche Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen koronare Herzkrankheiten, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt ist ein gesunder Lebensstil. Was dem Herzen im Alltag gut tut? Hier ein paar Tipps:

Reichlich Bewegung im Alltag

Wer seinem Herzen Gutes tun möchte, bewegt sich regelmäßig. Das trainiert den Herzmuskel. Ideal sind mindestens 20 bis 30 Minuten Bewegung pro Tag, zum Beispiel in Form von Radfahren, Schwimmen, strammem Spazierengehen, Nordic Walking oder leichter Gartenarbeit. Zu zweit oder in einer Gruppe macht das noch mehr Spaß als allein. Wer sich unsicher ist, welche Sportart für ihn geeignet ist, sollte mit seinem Arzt Rücksprache halten. Vielerorts gibt es sogar spezielle Herzsportgruppen. Viele kleine Bewegungen lassen sich außerdem relativ einfach in den Alltag integrieren: Den Fahrstuhl gegen die Treppe einzutauschen, kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad statt mit dem Auto zurückzulegen oder in der Mittagspause draußen ein paar Schritte zu gehen – auch das ist Bewegung!

In der Ruhe liegt die Kraft – auch die des Herzens

Sich im Alltag weniger Stress zu machen, ist meistens leichter gesagt als getan. Umso wichtiger ist es, zu lernen, wie man mit Stress umgehen und ihn abbauen kann. Zum Beispiel mit Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenem Training, Tai Chi, Progressiver Muskelentspannung oder Qigong. Auch ein abendlicher Spaziergang oder ein geselliger Abend mit Freunden können entspannend wirken.

Sich ausgewogen ernähren

Zu einer herzgesunden Ernährung gehören reichlich Gemüse, Obst, Salat, Fisch und Vollkornprodukte. Gesunde Ölen wie Oliven- oder Rapsöl sollte man den Vorzug vor tierischen Fetten geben.

Bei Übergewicht gezielt abnehmen

Einer der größten Risikofaktoren für eine Herzkrankheit ist Übergewicht. Unter anderem deshalb, weil das Herz mehr Körpermasse mit Blut versorgen – also schwerer arbeiten – muss und Blutdruck sowie Cholesterinwerte häufig erhöht sind. Für eine effektive und vor allem dauerhafte Gewichtsabnahme sollte man nicht zu schnellen Diäten greifen, die binnen weniger Tage einen großen Gewichtsverlust versprechen. Wichtig ist es, seine Ernährung dauerhaft umzustellen, gegebenenfalls mithilfe einer Ernährungsberatung, und Sport zu treiben. Und sich realistische Ziele zu setzen.

Mit dem Rauchen aufhören

Nikotin fördert die Verengung und Verkalkung der Blutgefäße, das Kohlenmonoxid im Tabakrauch verdrängt den Sauerstoff im Blut und erhöht somit das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um ein Vielfaches.

Medizinische Vorsorge ernst nehmen

Medikamente sollten stets so eingenommen werden, wie der Arzt es verordnet hat, auch wenn gerade keine Beschwerden vorliegen. Zudem sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen eine wichtige Möglichkeit, die eigene Gesundheit im Blick zu behalten. Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus sollten nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern unbedingt ärztlich behandelt werden.

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Diagnose Angina Pectoris

Nach einem ersten Anamnesegespräch, bei dem der Arzt sich über die Beschwerden des Patienten erkundigt, werden weitere Diagnoseverfahren eingesetzt, u. a. um die Angina pectoris von möglichen anderen Erkrankungen abzugrenzen. Dazu können ein EKG, ein Ultraschall des Herzens oder eine Myokardszintigrafie gehören. Darüber hinaus werden die Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie der Blutdruck kontrolliert. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Angina pectoris, kann diese in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Bei einem leichteren Schweregrad kommt es meist nur in Verbindung mit körperlicher Anstrengung zu Symptomen, während die Beschwerden bei einem höheren Schweregrad auch im Ruhezustand auftreten können.

Therapie Angina Pectoris

Die Therapie der Angina pectoris richtet sich nach dem individuellen Erkrankungsbild des Patienten. Zur schnellen Linderung der Beschwerden werden Nitrosprays eingesetzt. Eine medikamentöse Behandlung sollte immer erfolgen. Zusätzlich können perkutane koronarinterventionen oder operative Behandungen in Frage kommen. Bei der medikamentösen Therapie kommen u. a. sog. Nitrosprays zum Einsatz, die die Herzgefäße erweitern und für eine bessere Sauerstoffversorgung des Herzens sorgen sollen. Auch Acetylsalicylsäure, Statine, lang wirksame Nitrate sowie Beta- und Kalziumblocker können vom Arzt verordnet werden, um das Herz zu entlasten. Bei einer starken Verengung der Gefäße kann u. U. nur eine Wiedereröffnung des Gefäßes helfen. Hier wird der Arzt in der Regel eine perkutane Koronarintervention oder eine Bypass-Operation vorschlagen.

Um einer Angina pectoris generell vorzubeugen sollte man einen möglichst gesunden Lebensstil verfolgen. Dazu gehören u. a. die Vermeidung von Stressfaktoren, eine ausgewogene Ernährung, die Reduzierung von Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin. Darüber hinaus sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Arzt erfolgen.

Bei einem akuten Anfall eignen sich in der Regel Nitrosprays, da der enthaltene Wirkstoff Glyceroltrinitrat schnell vom Körper aufgenommen wird. Auch zur Vorbeugung vor absehbarer körperlicher Anstrengung oder Stresssituationen können Nitrosprays angewendet werden um so eine mögliche Verengung des Herzens zu verhindern.